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Über EQAVET

34 europäische Staaten haben sich innerhalb des EQAVET-Netzwerkes zum Thema "Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung" darauf verständigt, nationale Referenzstellen einzurichten. Erfahren Sie mehr ...

Über EQAVET

Kommissionsvorschlag sieht neue Arbeitsgrundlage für EQAVET vor

Mit Beginn der deutschen Ratspräsidentschaft (1. Juli 2020) hat die Kommission eine Aktualisierung der Kompetenzagenda von 2016 veröffentlicht. Darin wird die Förderung des Erwerbs arbeitsplatzrelevanter Kompetenzen als zentrales Mittel gesehen, mit dem der ökologische und digitale Wandel sowie die Erholung von den sozioökonomischen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vorangetrieben werden soll.

Als eine von insgesamt zwölf Leitaktionen legte die Kommission zeitgleich einen Vorschlag für eine Ratsempfehlung zur beruflichen Aus- und Weiterbildung vor, die vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie auf eine Beschleunigung von Reformen in der Berufsbildung und eine Steigerung ihrer Resilienz dringt. In Bezug auf EQAVET soll der europäische Kooperationsprozess (Kopenhagen-Prozess) durch die Integration und Anpassung der Instrumente EQAVET und ECVET gestrafft werden.

Mit der Annahme der Ratsempfehlung würden u. a. folgende Reformen vereinbart: die Ergänzung des EQAVET-Rahmens u. a. durch den Aspekt der Digitalisierung (verstärkter Einsatz des SELFIE-Instrumentes), die Erarbeitung eines zusätzlichen Deskriptors zum Thema Flexibilität beruflicher Bildungswege und die Integration der EQAVET+ Initiative. Durch die Einführung von Peer-Review-Prozessen auf europäischer Ebene soll das gegenseitige Lernen voneinander erleichtert und damit das in Evaluationsverfahren identifizierte Umsetzungsdefizit in den Bereichen Transparenz und Vertrauensbildung adressiert werden. Grundsätzlich wird bescheinigt, dass EQAVET in den zehn Jahren seiner Umsetzung erfolgreich nationale Reformen Im Bereich der Qualitätssicherung beruflicher Bildung angestoßen habe – Auftrag und Funktion der nationalen Referenzstellen sollen beibehalten werden. Mit der Annahme des vorliegenden Vorschlages, die für den Herbst 2020 avisiert ist, würden die Ratsempfehlungen für EQAVET und ECVET (beide aus 2009) ersetzt. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Kompetenzagenda 2020

Vorschlag EU Ratsempfehlung berufliche Aus- und Weiterbildung

Das europäische Qualitätsnetzwerk EQAVET (European Quality Assurance in Vocational Education and Training) bringt die EU-Mitgliedsstaaten, Sozialpartner und die Europäische Kommission zusammen. Ziel ist es, die Qualitätssicherungssysteme der einzelnen europäischen Systeme in der beruflichen Bildung, vor dem Hintergrund der Implementierung des gemeinsamen europäischen Bezugsrahmens zur Qualitätssicherung, weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dies beinhaltet:

  • Entwicklung einer "Kultur der Qualität" auf europäischer und anderen Ebenen mithilfe der einzelnen nationalen Referenzstellen und weiteren beteiligten Mitgliedern.
  • Unterstützung der EU-Mitgliedsstaaten bei der Entwicklung wirksamer Konzepte zur Unterstützung der Umsetzung des europäischen Bezugsrahmens.
  • Unterstützung der EU-Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission bei der Überwachung und Umsetzung des europäischen Bezugsrahmens im Kontext der ET 2020 Strategie.
  • Unterstützung der Qualitätssicherung im Rahmen von EQF und ECVET.


EQAVET versteht sich als ein praxisbezogenes Netzwerk, in dem die Mitglieder und nationale Experten

  • Informationen und Erfahrungen in offenen Diskussionen austauschen können.
  • den Prozess des wechselseitigen Lernens einleiten und einen Konsens für die Entwicklung gemeinsamer Grundsätze, Referenzkriterien, Indikatoren und Instrumente für die Qualitätsverbesserung in der beruflichen Bildung und die Umsetzung des europäischen Bezugsrahmens bilden.
  • zu gemeinsamen Ergebnissen und Lösungen bei der Entwicklung von Leitlinien und Kriterien für die Qualitätssicherung, sowie die Einbettung einer Kultur der Qualitätsverbesserung und zur Eigenverantwortung bei der Umsetzung des Bezugsrahmens in ganz Europa gelangen.


Dieses praxisbezogene Netzwerk führt zu einer höheren Kooperationsebene und verbesserten Synergien innerhalb und zwischen den EU-Mitgliedsstaaten in Bezug auf Fragen der Qualitätssicherung.