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Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung in Sachsen-Anhalt

Ganzheitliches Qualitätsmanagement an Berufsbildenden Schulen (GQM)

Mit dem Ende des laufenden Schuljahres 2014/15 wird das im August 2010 begonnene Projekt "Ganzheitliches Qualitätsmanagement an Berufsbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt (GQM)" seinen Projektstatus verlieren. Aber aus einem kleinen Modellversuch entwickelte sich ein großes Vorhaben.

Umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen für die Schulleitungen und Lehrkräfte, beratende und begleitende Unterstützung der Steuergruppen an den Schulen durch ein dafür ausgebildetes Team, Workshops zum Erfahrungsaustausch und der Aufbau eines länderübergreifenden Netzwerkes waren Schwerpunkte des Projekts. Nun wird weitere konzeptionelle Arbeit notwendig sein, um die sich mittlerweile weit verzweigenden Aufgaben in den Behörden zu verankern und die Arbeit am GQM zur Regelaufgabe werden zu lassen.

Eine datengestützte Evaluation erfolgte und die Schulen hinterfragen sich nach fast fünf Jahren Arbeit am landeseigenen Modell für Qualitätsmanagement hinsichtlich der zu verzeichnenden Auswirkungen auf Schulentwicklungsprozesse. Es steht unstrittig fest, dass die unterschiedlich ausgeprägten Ansätze weiter entwickelt werden, denn die seit fast einem Jahr bestehende Zertifizierung nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) ist eng an das Vorhandensein und Funktionieren des Qualitätsmanagements geknüpft.

Es ist davon auszugehen, dass GQM auch weiterhin an den Berufsbildenden Schulen des Landes Sachsen-Anhalt eine Rolle spielen wird und somit langfristig seine Auswirkungen auf die Entwicklung von Unterricht entfalten kann. Denn die Erfahrungen aus dem Projekt haben gezeigt, dass es notwendig ist, die landeseigenen Unterstützungssysteme, wie sie z.B. die Fachbetreuer der beruflichen Schulen darstellen, einzubeziehen sind.

Des Weiteren gilt es darüber nachzudenken, welchen Einfluss ein an den Berufsbildenden Schulen vorhandenes Qualitätsmanagementsystem auf die externe Evaluation haben kann. Damit ließe sich ein spezielles System zur Evaluierung für Berufsbildung entwickeln, das den dezidierten Bedürfnissen dieser Schulform Rechnung trägt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Beteiligten sehr zuversichtlich, dass der beschrittene Weg ganz mit den Empfehlungen des Bildungskonvents konform geht und Sachsen-Anhalt beim Aufbau eines pädagogischen Qualitätsmanagements im Sinne der wachsenden Herausforderungen für berufsbildende Schulen den Ansprüchen an neue, eigenständige Schule gerecht wird.

(Quelle: Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) - Stand April 2015)


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