DEQA-VET: Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt

Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen in Sachsen-Anhalt

Gemäß § 11a SchulG LSA sind Schulen und Schulbehörden zu kontinuierlicher Qualitätssicherung schulischer Arbeit verpflichtet.
Diese erstreckt sich auf die Organisation und die gesamte Bildungs- und Erziehungstätigkeit der Schule und umfasst insbesondere die interne und externe Evaluation, Inspektion, internationale, nationale, landeszentrale und regionale Schulleistungsuntersuchungen sowie die Fort- und Weiterbildung.
Das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) konzipiert, organisiert und begleitet das Qualitätsmanagement an den Schulen Sachsen-Anhalts durch externe Evaluationen sowie durch schulische Leistungsvergleiche und es widmet sich der Auswertung dieser Ergebnisse.

 

Auszüge aus der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt

Artikel 25 Abs. 1

Jeder junge Mensch hat ohne Rücksicht auf seine Herkunft und wirtschaftliche Lage das Recht auf seine Begabung und seine Fähigkeiten fördernde Erziehung und Ausbildung.

Artikel 29 Abs. 1

Das gesamte Schul- und Bildungswesen steht unter Aufsicht des Landes.

Artikel 30

(1) Träger von Einrichtungen der Berufsbildung und der Erwachsenenbildung sind neben dem Land und den Kommunen auch freie Träger.

(2) Das Land sorgt dafür, daß jeder einen Beruf erlernen kann. Die Erwachsenenbildung ist vom Land zu fördern.

(Quelle: Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt)

 

Auszüge aus dem Schulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt

§ 11a Qualitätssicherung

(1) Die Schulen und die Schulbehörde sind zu kontinuierlicher Qualitätssicherung schulischer Arbeit verpflichtet. Diese erstreckt sich auf die Organisation und die gesamte Bildungs- und Erziehungstätigkeit der Schule und umfasst insbesondere die gegenseitige Hospitation, interne und externe Evaluation, Inspektion, internationale, nationale, landeszentrale und regionale Schulleistungsuntersuchungen sowie die Fort- und Weiterbildung. Die Hochschulen und das Landesinstitut für Lehrerbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung des Landes Sachsen Anhalt unterstützen die Qualitätssicherung.

(2) Die interne Evaluation obliegt der einzelnen Schule. Die Schule kann sich der Mitarbeit Dritter bedienen.

(3) Die externe Evaluation sowie die Durchführung von Schulleistungsuntersuchungen obliegt der Schulbehörde. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.

(4) Die Kriterien der internen und externen Evaluation sind aufeinander abzustimmen.

(5) Die oberste Schulbehörde veröffentlicht einmal je Wahlperiode einen Bildungsbericht, in dem, differenziert nach Schulformen und Bildungsgängen, über den Entwicklungsstand und die Qualität der Schulen in Sachsen-Anhalt berichtet wird. Die Evaluationsergebnisse sind darin in angemessener Weise darzustellen.

(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten für Schulen in freier Trägerschaft entsprechend. Schulen in freier Trägerschaft können auch Dritte mit der Durchführung einer externen Evaluation beauftragen. Dies ist der Schulbehörde anzuzeigen.

§ 24 Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Schule

(1) Die Schulen sind im Rahmen der staatlichen Verantwortung und der Rechts- und Verwaltungsvorschriften selbstständig in Planung und Durchführung des Unterrichts, in der Festlegung pädagogischer Konzepte und Grundsätze im Rahmen dieses Gesetzes, in der Erziehung und in der Verwaltung. In diesem Rahmen können sie sich ein eigenes Profil geben. Sie wahren hierbei Chancengleichheit, Durchlässigkeit der Bildungsgänge und die Voraussetzungen für die Anerkennung der Abschlüsse. Die Schulen entscheiden auf der Grundlage des vorhandenen Bedarfs und ihrer personellen, sächlichen und haushaltsmäßigen Möglichkeiten. (...)

(4) Jede Schule gibt sich ein Schulprogramm. In dem Schulprogramm legt die einzelne Schule fest, wie sie den Bildungs- und Erziehungsauftrag und die Grundsätze seiner Verwirklichung ausfüllt. Dabei soll sie den besonderen Voraussetzungen ihrer Schülerinnen und Schüler sowie den besonderen Merkmalen der Schule und ihres regionalen Umfelds in angemessener Weise inhaltlich und unterrichtsorganisatorisch Rechnung tragen. Das Schulprogramm gibt Auskunft darüber, welche Entwicklungsziele und Leitideen die Planung der pädagogischen Arbeit und die Aktivitäten der Schule bestimmen, und ist Grundlage für die Koordinierung der Handlungen der in der Schule tätigen Personen. Im Programm ist darzulegen, wie die Schule ihrer Verpflichtung zur kontinuierlichen Sicherung der Qualität schulischer Arbeit nachkommt. Das Schulprogramm wird von der Gesamtkonferenz beschlossen. Es ist regelmäßig fortzuschreiben. Dabei sind die Ergebnisse der Evaluation zu berücksichtigen. Die Schule berichtet gegenüber der Schulbehörde und dem Schulträger über den Stand der Umsetzung des Schulprogramms und dessen Fortschreibung.

(Quelle: SchulG LSA in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 2005; letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Artikel 1 § 5 Abs. 3 und Artikel 2 des Gesetzes vom 7. Dezember 2011 (GVBl. LSA S. 815) )

 
beauftragt vom durchgeführt vom in Kooperation