DEQA-VET: Qualitätssicherung in der Allgemeinbildung

Qualitätssicherung in der Allgemeinbildung

Der Konstanzer Beschluss der KMK (1997) erklärt Qualitätssicherung als wichtige Aufgabe (zunächst nur Input-orientiert). Allgemeinbildende Schulen unterliegen im Zusammenhang mit Qualiätssicherung einerseits der Länderhoheit:
Qualitätssicherung findet sich als Thema in Schulgesetzen, in Orientierungsrahmen für Schulqualität, in Instituten /Agenturen für Schulentwicklung; in Schulprogrammen. Betont wird die schulische Eigenständigkeit: z.B. interne Evaluation, Feedbackkultur; Bildungsberichterstattungspflicht gegenüber der jeweiligen Landesbehörde (von dort zur KMK/zum BMBF).

Es gibt KEIN für alle verpflichtendes Qualitätssicherungssystem!

Andererseits existieren von der KMK festgelegte bundesweite abschlussbezogene Bildungsstandards, jeweils für bestimmte Fächer (somit Übergang zur Output/Outcome-Orientierung); seit 2003/04 für den

  • Primarbereich (Jahrgangstufe 4)
  • Hauptschulabschluss (Jahrgangstufe 9)
  • Mittleren Schulabschluss (Jahrgangstufe 10)

IQB (Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, Berlin):

  • Entwicklung von Standards und Aufgabenpools für die Allgemeine Hochschulreife in Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch („Zentralabitur“)
  • Operationalisierung, Implementation und Evaluation der Standards  (Bildungsmonitoring)
  • Organisation nationaler Lernstandserhebungen und Ländervergleichsstudien (z.B. VERA)

ZIB (Zentrum für internat. Bildungsvergleichsstudien, München): internationales Bildungsmonitoring

Mittlerweile wird Qualitätsentwicklung auch in Ganztagsschulen praktiziert (z.B. QUIGS 2.0 in NRW).

Stand: 09/2012