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(URL: http://www.deqa-vet.de/en/From-ENQA-VET-to-EQAVET-2190.php)

Von ENQA-VET zu EQAVET

2005 - die Gründung von ENQA-VET

Mit dem Ziel ein gemeinsames Konzept zur Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung zu entwickeln und umzusetzen, gründete im Oktober 2005 die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten das Europäische Netzwerk für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (ENQA-VET). Die EU unterstützte seit 2007 diesen Prozess, indem sie Finanzmittel für die Arbeit des Sekretariats in Dublin sowie Teile der Reisekosten zur Verfügung gestellt hat. Um die Qualitätssicherung auf nationaler Ebene zu fördern und die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene zu stärken, hatten die im ENQA-VET vertretenen Staaten vereinbart, „Nationale Referenzstellen für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung“ einzurichten. Diese waren überwiegend bis 2010 institutionell angebunden oder auch als informelles Netzwerk (institutionsübergreifende Steuerungsgruppe) tätig gewesen. In Deutschland wurde bis 2008 zunächst eine Begleitgruppe aus Vertretern des Bundes, der Länder und der Sozialpartner („Nationale Begleitgruppe zum ENQA-VET“) geschaffen, ohne dass eine Organisation formal eingerichtet wurde. Im Juli 2008 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schließlich dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den Auftrag erteilt, eine „Nationale Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung - DEQA-VET“ zu bilden, was zum 1. August 2008 umgesetzt wurde.

ENQA-VET wird zu EQAVET

Im Juni 2009 verabschiedeten der Europäische Rat sowie das Europäische Parlament eine Empfehlung (Recommendation 2009), mit der das ENQA-VET-Netzwerk mit seinen Ergebnissen und Materialien zum Beginn des Jahres 2010 in den EQAVET-Prozess überführt wurde. Mit dieser Überführung wurden des Weiteren alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, eine nationale Referenzstelle für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (QANRP) einzurichten. Die Referenzstelle ist im EQAVET-Prozess, neben dem, bzw. den Vertretern des Mitgliedstaates, der zweite, bzw. dritte Vertreter des Mitgliedstaates.
Darüber hinaus wurden die Mitgliedstaaten durch die genannte Empfehlung angehalten, in ihren Systemen beruflicher Bildung Maßnahmen zur Qualitätssicherung auf der Grundlage des Qualitätszyklus durchzuführen. Dieser Qualitätszyklus, auch unter dem Namen Deming-Kreis bekannt, war zur gemeinsamen Grundlage für die Bemühungen um Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung bestimmt worden.


Das ENQA-VET-Netzwerk hat in den fünf Jahren seines Bestehens (2005 bis 2010) zahlreiche Grundlagen geschaffen und Materialien erstellt. Genauere Informationen über die Aktivitäten von ENQA-VET in den Jahren 2008 und 2009 sind im ENQA-VET Arbeitsprogramm zu finden.

ENQA-VET Arbeitsprogramm als PDF in Englisch zum Download (57 kb)
Informationsbroschüre: WORK PROGRAMME 2008-2009 als PDF (in Englisch, 6,4 MB)

Aus dem ENQA-VET-Arbeitsprogramm 2008/9:

Mission

Die Aufgabe des ENQA-VET war die Entwicklung, Verbreitung und Bewerbung von "best practice and governance" auf dem Gebiet der Qualitätssicherung in der Berufsbildung in Europa auf System- und Anbieterebene durch:

  • Zusammenwirken beim Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses der Qualitätssicherung und –entwicklung zwischen den Mitgliedsländern, Sozialpartnern, Regulierungs-/staatlichen Behörden und Anbietern
  • Förderung von nachhaltiger und handlungsorientierter Zusammenarbeit zwischen relevanten Akteuren auf verschiedenen Ebenen
  • Aufbau einer gemeinsamen Plattform, gemeinsamer Richtlinien und Kriterien für Qualitätssicherung, auf der wechselseitiges Vertrauen aufgebaut werden kann
  • Einbeziehung relevanter Akteure in die Entwicklung und Förderung gemeinsamer Instrumente und Indikatoren
  • Zusammenarbeit mit den mit allgemeiner und Hochschulbildung befassten Stellen zum Zwecke der Weiterentwicklung und Förderung der gesamten Ausbildungssysteme in ganz Europa.

Vision

Bis zum Jahr 2010 sollte das ENQA-VET einen entscheidenden Beitrag

  • zur Entwicklung einer Kultur der Qualitätssicherung und ständigen Verbesserung innerhalb der Europäischen Union und anderer teilnehmender Länder
  • zum Aufbau von Kapazitäten innerhalb von Systemen und Anbietern
  • zur Verbesserung des Status und der Attraktivität der Berufsbildung in Europa geleistet haben.

Das Netzwerk sollte eine Organisation nationaler Stellen in Europa für ein gemeinsames Verständnis und Anwendung der Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung sein.

Anbieter in ganz Europa sollten entsprechend allgemeiner Prinzipien und Richtlinien auf ihre Qualität hin geprüft werden, um relevante und entsprechende Ausbildungsprogramme für die wissensbasierte europäische Wirtschaft anzubieten.

Die Mobilität sollte durch den Austausch von Lernenden und Arbeitnehmer/innen auf Basis gemeinsamen Vertrauens unterstützt und verbessert werden.
Europa sollte ein Anbieter qualitätsgeprüfter Berufsbildungsprogramme auf Weltklasseniveau werden.

 

Dokumente

 
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