Berufliche Handlungsfähigkeit

Mit der Reform des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) im Jahr 2005 wurde das Leitbild der beruflichen Handlungsfähigkeit als Ziel der Berufsausbildung gesetzlich verankert. Berufliche Handlungsfähigkeit wird in § 1 Abs. 3 BBiG folgendermaßen definiert: 

"Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen."

Wenn es um die Befähigung des Einzelnen geht, im beruflichen Kontext sinnvolle Arbeit zu leisten, dann fällt seit einigen Jahren fast immer der Begriff Kompetenz. Eine gesetzliche Verankerung dieses Begriffes gibt es im deutschen Berufsbildungssystem jedoch nicht, er kommt in der Fassung des BBiG aus dem Jahr 2005 auch nicht vor.

Sowohl die KMK als auch das BMBF integrierten den Terminus Kompetenz in ihren Definitionen der "Beruflichen Handlungsfähigkeit" (BMBF) bzw. "Handlungskompetenz" (KMK).

Zur Veranschaulichung der begrifflichen Grundlagen werden auf den folgenden Seiten zunächst die Definitionsansätze der KMK und des BMBF kurz dargelegt. Auf einer weiteren Unterseite finden Sie Informationen zum DQR-Kompetenzbegriff.