DEQA-VET: Das Projekt BEQUAL

Das Projekt BEQUAL

Eines der herausragenden Ziele europäischer Bildungspolitik liegt in der Verbesserung der Qualität beruflicher Bildung. Um dieses Ziel zu erreichen  wurde auf EU-Ebene ein gemeinsamer Rahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (Common Quality Assurance Framework/CQAF) erarbeitet. Ein Blick auf die aktuelle Situation in Europa zeigt jedoch, dass die Umsetzung bzw. Anwendung des CQAF sowohl auf nationaler und sektoraler Ebene als auch auf der Ebene der einzelnen Bildungseinrichtungen in sehr unterschiedlicher Weise erfolgt.

CQAF als Metarahmen

Das Projekt BEQUAL (Benchmarking Tool for Quality Assurance in European Training Institutes) bezieht sich darauf und wurde im Bereich Leonardo beantragt. Als Hauptergebnis beinhaltet es die Anlage eines Online-Benchmarking-Tools das verwendet wird,  um Qualitätsprozesse und Praktiken von Bildungsanbietern miteinander und mit den CQAF zu vergleichen, und um Good-Practice-Beispiele zu identifizieren.
Der CQAF wird im Projekt BEQUAL als Metarahmen für Qualitätsmaßnahmen in der beruflichen Bildung benutzt, um die Effektivität der Bildungsinstitute zu beurteilen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Selbsteinschätzung der Bildungsinstitute bezüglich ihrer Qualitätsmaßstäbe besonders im Hinblick auf ihren Abgleich zwischen nachgefragten Leistungen und ihren Angeboten hierzu im Kontext des Lebenslangen Lernens.
Die Zielgruppe für BEQUAL sind Bildungsanbieter, Entscheidungsträger und Firmenakteure.

Identifikation von Good-Practice-Beispielen

Das Ziel des BEQUAL-Projekts besteht darin, die Verbreitung und Nutzung des CQAF durch folgende Maßnahmen zu unterstützen:

• Identifizierung CQAF-konformer Qualitätssicherungsmodelle auf Ebene der Bildungsanbieter und Ausarbeitung einer Typologie
• Entwicklung und Bereitstellung eines Benchmarking-Instruments mittels dessen Bildungsanbieter den eigenen Qualitätssicherungsansatz mit den Kriterien des CQAF abgleichen sowie mit „good practices“ vergleichen können.
• Aufbau einer webbasierten Datenbank, die praktische Beispiele für die Umsetzung des CQAF enthält. Qualitätsverantwortliche können nach Maßgabe spezifischer Auswahlkriterien in der Datenbank nach solchen Lösungen suchen, die sich für die Bildungseinrichtung besonders eignen. Hierbei können z.B. bereits bestehende Ansätze der Qualitätssicherung berücksichtigt werden.
• Einrichtung eines „good practice center“, das die Möglichkeit bieten soll, beispielhafte Ansätze zur Umsetzung des CQAF über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.
• Aufbau eines Internet-Portals, das von Forschern, Bildungsverantwortlichen und Praktikern genutzt werden kann, um sich über aktuelle Entwicklungen in der Qualitätsdiskussion und praktische Anwendungen des CQAF zu informieren.

Ein wachsender Pool von Anbietern

Das Benchmarking-Instrument besteht im Einzelnen aus:

• der Beschreibung der verwendeten Benchmarking-Methode: Einem Bericht, der den theoretischen Hintergrund beschreibt, dem  aktuellen Status Quo der Qualitätssicherung in beruflichen Bildungsinstituten, einer Analyse gleichartiger Software-Tools  und der Auswahl der benutzten Methode für das Benchmarking-Instrument
• einem Benchmarking-Fragebogen: Der Kern ist ein Multiple-Choice-Fragebogen, der von den Bildungsinstituten ausgefüllt wird
• Einer Good-Practice-Vorlage mit Instruktionen. Dieses Tool soll Bildungsanbieter dabei unterstützen, ihre Good-Practice-Beispiele  in einheitlicher Form für die Online-Publikation zu beschreiben
• Spezifikationen für das Online-Benchmarking-Tool: Ein Dokument, das die technischen Anforderungen beschreibt und ein Design für das Software-Tool bietet
• Einem Online-Benchmarking-Tool: In diesem elektronischen Tool werden die ausgefüllten Fragebogen erfasst und ausgewertet. Dadurch ergibt sich eine statistische Vergleichbarkeit der Fragebögen innerhalb der einzelnen Länder
• Qualitätsprofilen für den Vergleich der Benchmarking-Daten in den einzelnen Ländern
• Einer Sammlung von Good-Practice-Beispielen:  Bildungsanbieter mit hervorragenden Ergebnissen bei ihren Qualitätskriterien werden gebeten, ihre Good-Practice-Beispiele einzureichen. Diese werden dann ausgewählt, evaluiert und einem Revisionsprozess unterzogen, bevor sie publiziert werden.

Das Tool ist so konzipiert, dass es ständig angereichert werden kann durch neue Einträge. Dadurch entsteht ein mit der Zeit wachsender Pool von Anbietern, die ihre Maßnahmen und Standards an Qualitätssicherung in ihren Einrichtungen beschreiben. Der Informationsaustausch wird durch den Aufbau der Datenbank, das Internet-Portal und die Einrichtung eines „Good practice centers“ unterstützt. Diese Beispiele geben einen Überblick darüber, wie die Institute praktisch Qualitätssicherungsmaßnahmen umsetzen, um die Qualität ihrer Kurse, und damit auch ihren eigenen Erfolg auf dem Bildungsmarkt zu sichern bzw. zu steigern.
Auf Kursteilnehmerebene geht es dabei um die Evaluierung des hoffentlich erfolgreichen Einstiegs oder Aufstiegs in den Arbeitsmarkt. Auf Institutsebene wird ermittelt, wie das jeweilige Institut sein Qualitätsmanagement-System eingeführt hat bzw. wie die Lehrgänge zertifiziert worden sind. Durch diese Bestandsaufnahme ist es in den beteiligten Partnerländern möglich,  eine empirische Basis zu generieren, was der grundlegenden  Zielsetzung des Projekts BEQUAL entspricht.

Deutsche Partner des Projekts BEQUAL:

Lernende Regionen Deutschland e.V.
P&W-Projekt

 

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Lernende Regionen Deutschland e. V.

Lernende Regionen Deutschland e. V.
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Kontakt

Dr. Jutta Thinesse-Demel

  • Lernende Regionen Deutschland e.V.
  • Machtlfingerstr. 26/I
  • 81379 München
  • Telefonnummer: +49 (0) 89/ 5806664
  • Faxnummer: +49 (0) 89/ 5803466
  • E-Mail#NAME?: jutta.thinesse-demel@lrd-ev.net
  • Homepage: http://www.bequal.info/

Dokumente

  • Grundlagen des CQAF
    [PDF - 676,1 kB]

     (URL: https://www.deqa-vet.de//_media/PDF_allgemein/Grundlagen_CQAF.pdf)

  • Flyer
    [PDF - 165,5 kB]

     (URL: https://www.deqa-vet.de//_media/PDF_allgemein/BEQUALleaflet.pdf)

 
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