Qualitätssicherung der Berufsbildung

Die Sicherung von Qualität in der Berufsbildung gewinnt zunehmend an Bedeutung:
Rasch wandelnde Anforderungen an die Qualifikation von Fach- und Führungskräften sowie die demografische Entwicklung erfordern es, eine Qualitätssicherung in allen thematischen Bereichen der beruflichen Bildung zu gewährleisten. Dazu gehören beispielsweise die Früherkennung von Qualifikationsbedarfen, die Kompetenzentwicklung im Prozess der Arbeit, die kontinuierliche Modernisierung von Aus- und Fortbildungsberufen, die Qualifizierung des Bildungspersonals, die Kooperation von Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen sowie die Validierung informell erworbener Kompetenzen.

Das BMBF hat im Jahr 2008 in Zusammenarbeit mit der KMK und dem Europäischen Netzwerk für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (ENQA-VET) auf einer Europäischen Fachkonferenz in Wiesbaden die Entwicklung gemeinsamer Europäischer Strategien zur Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung diskutiert. Übergreifendes Ziel der Europäischen Zusammenarbeit des ENQA-VET ist es, die Mitgliedstaaten bei der Verbesserung der Qualität ihrer beruflichen Aus- und Weiterbildungssysteme zu unterstützen und zu mehr Transparenz und Durchlässigkeit und damit der Förderung der Mobilität beizutragen.

Die Europäische Kommission hat dazu eine Empfehlung für einen Europäischen Referenzrahmen zur Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung (EQARF) vorgelegt, die seit Mai 2009 vom Europäischen Parlament und Rat verabschiedet worden ist. Das BMBF unterstützt grundsätzlich die freiwillige und flexible Umsetzung eines solchen Referenzrahmens als „Instrumentenkasten“ zur Evaluierung, Überwachung und qualitativen Verbesserung des Berufsbildungssystems unter Einbeziehung aller relevanten Bildungsakteure.

(Quelle: Berufsbildungsbericht 2009)

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